09. Apr 2021

Eigener Name oder Fantasiename für deine Selbstständigkeit? Das empfehle ich.

Eine Frage, die mir kürzlich in einem Coaching gestellt wurde, ist die nach dem richtigen Namen fürs eigene Business. Konkret lautete sie: Soll ich meinen eigenen Namen als Marke nutzen oder mir einen Fantasienamen ausdenken?

An der Beantwortung dieser Frage scheiden sich die Geister. Vermutlich erhältst du von 10 Personen 10 Antworten. Umso wichtiger, sich selbst eine Meinung zu bilden und die Entscheidung selbst zu treffen.

Ich habe beides getestet. Bis zum Frühjahr 2020 hieß meine Marke „panther concepts“. Ich fand es super, mit dem Tier – also dem Panther - zu spielen.

Mein Logo bestand aus dem Auge eines Panthers (initial war es grün, aber aus Brandinggründen entschied ich mich später für blau).

Damit mein Spiel mit dem Tier besser für Außenstehende sichtbar wird, nahm ich das h mit im Namen auf und konvertierte von panter-concepts zu panther-concepts. Die Idee entwickelte ich über mehrere Monate.

Ich fand die Idee von panther-concepts großartig.

Wenn da nicht ein Problem gewesen wäre: Meine Kunden konnten damit überhaupt nichts anfangen. Das Ergebnis war, dass niemand mehr wusste, ob mein richtiger Name jetzt mit h oder ohne h geschrieben wird.

Auf Veranstaltungen kam ich so rasch ins Gespräch mit neuen Netzwerkpartnern. Menschen sind Fehlerfinder. :) Ich hörte oft, dass sich in meiner Visitenkarte ein Fehler eingeschlichen hätte. Das Schreibdurcheinander in E-Mails machte mich nicht glücklicher.

Logos

Nachdem sich meine Marke sowieso zu einer Personenmarke entwickelt hat, habe ich schweren Herzens vor einem Jahr entschieden, die Marke panther-concepts.de aufzugeben. Seitdem agiere ich mit meiner neuen Domain franziskapanter.com.

Zur selben Zeit setzte Zeit Corona Live-Veranstaltungen ein Ende. Ich habe seither also nicht prüfen können, ob meine neue Marke im direkten Kennenlerngespräch besser ankommt. Bislang scheinen jedoch alle zufrieden zu sein. Die Fehlerhäufigkeit meines falschgeschriebenen Nachnamens ist seitdem erheblich gesunken.

Für alle Fälle sollte ich mir neue Visitenkarten auf die To-do-Liste setzen. Die habe ich völlig aus den Augen verloren. :)

Was du aus meinem Fehler lernen kannst.

Wenn du dein Angebot und deine Marke künftig verkaufen willst, dann macht es Sinn, nicht den eigenen Namen zu nutzen. Sie wird leichter verkäuflich sein. Wer kauft schon gern eine fremde Personenmarke?

Wenn du allerdings mit dem, was du tust, als du raus gehst, sieht es anders aus. Wenn dein Business vor allem wegen dir und deiner Persönlichkeit funktioniert, dann ist der eigene Name eine gute Wahl.

Der Vorteil ist, dass dein Business mit dir wachsen kann, wenn es unter deinem eigenen Namen läuft. Dein Unternehmen kann sich so mit dir verändern, ohne dass du dir viele Gedanken machen musst, ob der vorhandene Name noch passt.

Ein Beispiel

Du kannst heute Mathe-Nachhilfe verkaufen, weil es eine hohe Nachfrage gibt. Wenn du in zwei Jahren auf Deutschunterricht wechselst, kannst du das kinderleicht tun. Du bietest einfach deutsch an, ohne deine komplette Marke infrage stellen zu müssen. Beachte: Es kann natürlich sein, dass es befremdete Kundenfragen geben wird, warum du nun der Deutschprofi bist.

Aber wenn du seit zwei Jahren die Marke „Mathe-Zauberer“ etabliert hast und als Mathe-Zauberer nun Deutschunterricht anbietest, ist das definitiv unglaubwürdig.

Die zusätzliche Domain zum Testen.

Ich bin ein Fan der Personenmarke, die offiziell unter dem eigenen Namen geführt wird. Es macht viele Dinge einfacher. Ich kann meine Angebote flexibel testen und bei Bedarf wechseln.

In jedem Fall kannst du, wenn du dich für eine der zwei Optionen entschieden hast, eine zusätzliche Domain hosten. Mit einer Weiterleitung auf deine aktive Seite hast du so die Möglichkeit zu testen, welche Variante sich für dich besser anfühlt.

Wenn du dich weiterführend mit mir austauschen willst, dann schau doch mal bei meinem Coachingangebot vorbei.