Die unterschätzte Stärke, die du wahrscheinlich schon nutzt

Die letzten Wochen habe ich mich etwas um mich selbst gedreht. Die Künstliche Intelligenz in Form von ChatGPT, Claude und Perplexity (in Folge “KI”) beobachtet, viel experimentiert, mir meinen neuen Wohnort näher angeschaut, erste Veranstaltungen in Karlsruhe besucht und Kontakte zu anderen Selbstständigen geknüpft.

Und trotz Input von außen war ich überwältigt von den Möglichkeiten der KI. Gleichzeitig war ich enorm abgestoßen. Denn selbst beim Scrollen durch Plattformen wie LinkedIn kommt niemand um die maschinengenerierten Texte der Beiträge herum.

Ironischerweise wurde mir kurz darauf erst durch die KI selbst bewusst, dass meine zwei stärksten Tools langsam verkümmerten:

  1. die einfache Visualisierung mit der minimalistischen Linie
  2. Mein Blog

Noch nicht so, wie mein Elefantenfuß, der nach meinem Umzug ums Überleben kämpft, aber auch nicht mehr sehr weit davon weg ...

elefantenfuss spricht mit Stift

Peu a peu bin ich in den letzten Monaten von der Business Illustration abgerückt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Mein Fokus hat sich verändert. Die Illustration spielte bei den meisten Aufträgen keine entscheidende Rolle mehr. Also landete sie in der Schublade.

Irre, denn genau der schnelle Strich sorgt dafür, dass sich jemand leichter mit Inhalten auseinandersetzt. Und das ganz unabhängig davon, ob die Zeichnung ein schönes Bild ist oder aus einer einfachen krummen Linie besteht.

In der Praxis siegt die krumme, schnelle Linie über die schöne Illustration. “Schön” ist sicher nett anzusehen und im Esszimmer aufzuhängen. Außer natürlich, es handelt sich um eine dekorative Illustration oder Kunst.

In der überwiegenden Zahl der Fälle zählt die Botschaft mehr als die Optik. Die Form folgt der Funktion. Nicht umgedreht. Um dein Angebot klar auf den Punkt zu bringen, brauchst du eine Visualisierung, mit der du arbeiten kannst. Von daher gibt es für mich keinen Grund mehr, weiter auf einfache Bilder zu verzichten.

Das ist übrigens auch ein Grund, warum dafür nicht unbedingt die nächste Canva- oder KI-Grafik zweckdienlich ist. Die KI überarbeitet im Zweifel den Kern des Angebots bis zur Unkenntlichkeit. (Wenn du auch schon probiert hast, ein Foto von dir freizustellen und eine optisch veränderte Version von dir erhalten hast, kannst du das sicher nachvollziehen.) Da solltest du selbst schon ausreichend klar sein, was du genau kannst und was du anbieten willst.

Warum du das, was dir am meisten dient, nicht nach außen trägst

Einer der gängigen Glaubenssätze im Business ist, dass es anstrengend sein muss. Oft ist das die Logik, der sich gerade Selbstständige unbewusst anpassen.

Insofern darfst du dich fragen, ob es wirklich immer anstrengend sein muss.

Dinge, die dir leicht fallen, wirst du allerdings weniger als Arbeit verstehen. Sie fühlen sich ja auch nicht anstrengend an. Bei mir ist es das Zeichnen und die Freude am Bloggen. Was geht dir leicht von der Hand?

Was spricht dagegen, dich auf deine eigene Stärken zu besinnen und sie auch auszuspielen?

Ich behaupte, für dein Angebot brauchst du keine weiteren Tools und keine neuen Kenntnisse (und erst recht nicht die nächste Weiterbildung). Die Dinge, die dir am meisten weiterhelfen, sind schon da. Sie gehen dir am leichtesten von der Hand und gerade deshalb sind sie so unterschätzt.

Meine “Linie” darf wieder Präsenz zeigen. Vielleicht nimmt sie hier und da andere Formen an, aber sie darf sich entwickeln. Auch mein Blog kommt wieder zum Leben.

In diesem Sinne. Wenn du das Gefühl hast, dass dein Angebot diffus geworden ist oder du dich zwischen Tools, KI und deinen Ideen verlierst, dann schauen wir gemeinsam darauf, was deine eigentliche Stärke ist. Und wie du sie geschickt aktivierst.

Hier geht’s zum Kontakt.