Warum du zu Weihnachten persönliche Grüße versenden solltest

Bald ist wieder Weihnachten. Es beginnt die Zeit, in der es in unseren Breitengraden drinnen längst gemütlicher ist als draußen. In der das Backen von Vanillekipferln, Zimtsternen und Bärentatzen wieder interessant wird und die Menschen sich beim Spazierengehen besonders am Knacken des frisch gefallenen Schnees unter ihren Schuhsohlen erfreuen.

Auch im Business ist das neue Jahr nicht mehr weit. Aber vorher ist noch eine Entscheidung zu treffen:

Versendest du in diesem Jahr Weihnachtsgrüße?

Der Brauch der Weihnachtsgrüße

Die Tradition der Weihnachtsgrüße ist mittlerweile rund 180 Jahre alt und stammt aus dem viktorianischen Zeitalter. Sir Henry Cole beauftragte in 1843 einen Illustrator, der eine feiernde Familie für das Titelbild zeichnete. Dann gab er die erste Weihnachtskarte mit einer Stückzahl von 1.000 Karten in Druck. 

Der Text der Karte hieß schon damals "A Merry Christmas And A Happy New Year To You."

32 Jahre später, im Jahr 1875, druckte der preußische Migrant Louis Prang die ersten Weihnachtskarten in den USA. Als erstes Motiv griff er jedoch entgegen des Entwurfs von Henry Cole auf eine Blume und den Text "Merry Christmas" zurück. Tiere und Landschaftsmotive folgten, woraufhin sich eine richtige Sammlerfreude entwickelte. Weihnachtskarten wurden wie Münzen gesammelt. Neue Karten wurden in Zeitungen und Büchern bewertet.

Nach Deutschland kam die Weihnachtskarte erst Jahrzehnte später.

Das Geschäft mit den Weihnachtsgrüßen

Weihnachtsgrüße an Kunden und Geschäftspartner zu versenden, gehört heute in Deutschland zum guten Ton. Tausende von Unternehmen versenden Anfang Dezember ihre Karten. Das Geschäft der DHL brummt. Laut einer Pressemitteilung  vom Oktober erwartet die Deutsche Post mit elf Millionen Sendungen einen signifikanten Anstieg im Weihnachtsgeschäft 2022, der volumenstärksten Zeit des Jahres.

Ab spätestens Mitte Dezember häufen sich also die Weihnachtsgrüße auf den Schreibtischen der Empfänger. Die Motive und die Grüße ähneln sich dabei oft so stark, dass es schwerfällt, sie auseinanderzuhalten oder sich so richtig zu begeistern.

Kein Wunder.

Vor allem die Websites von Kartenmanufakturen und Online-Druckereien geben ausgiebige Empfehlungen für mögliche Texte. Die Vorschläge reichen von generischen Sätzen bis zu einer Auswahl von "Weihnachtsnomen und -adjektiven". Formulierungsvorschläge gibt es dabei auch. Sie klingen in etwa so:

  • "Unser Team dankt für die gute Zusammenarbeit und wünscht ein frohes Weihnachtsfest!"

  • "Einmal im Jahr sagen wir uns Frohe Festtage und Danke."

  • "Frohe Weihnachten und ein glückliches, erfolgreiches neues Jahr wünscht Ihnen unser gesamtes Team!"

Nun mal ehrlich:

Freust du dich da beim Lesen oder fragst du dich bei solchen Botschaften nicht auch, warum die Grüße überhaupt bei dir gelandet sind? 

Individuelle Grüße zählen mehr als jede Massensendung.

Wenn du bei deinen Geschäftskontakten Eindruck hinterlassen willst, dann verwirf die Idee einer Weihnachtskarte mit einem gedruckten Kerzen-Motiv und einem Einzeiler.

Positiv aufzufallen gelingt dir mit einem Motiv, dass sich von all den anderen Karten abhebt. Besonders gut kommt die Karte an, wenn sie individuell und persönlich ist.

Ich habe beispielsweise in einem Jahr meine weihnachtlichen Grüße mit einem selbstgezeichneten Bild per E-Mail verschickt. Das war zeitlich die beste Lösung, da meine Empfänger im Ausland waren. Ich konnte so trotzdem personalisierte Grüße versenden. Ohne einen aufwendigen Druck managen zu müssen.

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Bild: So ähnlich sah das Motiv meiner digitalen Weihnachtsgrüße damals aus.

Anstatt eines Motivs kannst du auch auf einen starken Text setzen, der Lust aufs Weiterlesen macht. Ein Satz wie "Wir möchten uns herzlich für das Vertrauen in unser Unternehmen bedanken und wünschen Ihnen angenehme Feiertage sowie ein glückliches neues Jahr." ist das in den meisten Fällen nicht.

Wie wäre es, wenn du stattdessen eine konkrete Situation beschreibst, mit der dein Empfänger etwas anfangen kann?

Schreib deinem Kunden das, was du ihm auch im Gespräch wirklich sagen würdest.

Wenn du beispielsweise letztes Jahr eine Dienstleistung verkauft hast, dann lohnt es sich, darauf Bezug zu nehmen. Greife auf, wie dein Kunde jetzt lebt, nachdem er einen Schritt weiter ist. Du kannst ihn an seine Vision erinnern und das, was er alles erreicht hat. Du kannst ihm Dankbarkeit zeigen dafür, dass du ihn begleiten durftest und mitteilen, dass es wegen x, y, z auch für dich eine Bereicherung war.

Dabei lohnt es sich, spezifische Details zu erwähnen. Einem Kunden, den du zufällig triffst, sagst du sicherlich auch nicht "Danke für die gute Zusammenarbeit.". Stattdessen wirst du ihn fragen, wie es ihm geht und daran anknüpfen, was du von ihm weißt. Erst dann wirst du ihm ein gutes Fest mit den zwei Kids und den Schwiegereltern wünschen, von denen du erfahren hast.

Inspiriere ihn mit deiner Geschichte.

Weihnachtsgrüße haben selten einen werblichen Charakter mit einem direkten Call-to-Action. Sie bieten dir dennoch reichlich Optionen, die Empfänger zu inspirieren und etwas mitzuteilen. Das kann etwas sein, dass du im letzten Jahr erlebt hast und was dich berührt hat. Etwas, dass du in besonderer Erinnerung behalten hast oder eine Geschichte, die mit deiner eigenen Vision verbunden ist und noch einmal zeigt, warum du etwas tust. 

Liebst du Weihnachten im Feste der Familie, in dem es am Weihnachtsfeiertag gebratene Gans, winterliche Maronen, Rosenkohl und selbstgemachte Kartoffelknödel gibt, dann schreibe davon. Bist du seit kurzem vegetarisch unterwegs, kannst du ein alternatives vegetarisches Rezept mit deinem Adressaten teilen.

Mit Weihnachtsgrüßen eine Beziehung herstellen

Verschickst du auch in diesem Jahr auf jeden Fall wieder Weihnachtskarten, dann werden sie sicher noch lieber gelesen, wenn:

  1. Deine Weihnachtskarten ein Motiv haben, dass dir optisch wirklich gefällt.
  2. Du deinen Grüßen etwas Persönliches mitgibst. Sei es mit dem Motiv oder im Text.

Wenn du die Karte bewusst gewählt hast und die Grüße mehr sagen als nur die Standardfloskel.

Alternativen zur Weihnachtskarte

Du musst keine klassischen Weihnachtsgrüße versenden, wenn dir nicht danach ist. Stattdessen kannst du auch kreativ vorgehen, so dass es für dich passt.

Es gibt etliche alternative Wege, wie du dich bei deinen Kunden melden kannst. Du:

  • versendest eine E-Mail mit einem persönlichen Foto
  • verschickst ein kleines Geschenk wie eine hochwertige Tafel Schokolade oder selbstgebackene Plätzchen
  • meldest dich rund um Weihnachten telefonisch bei deinen Kontakten
  • entscheidest dich ganz bewusst für antizyklische Grüße wie eine Neujahrskarte, die du Mitte/ Ende Januar versendest
  • bloggst deine Weihnachtsgrüße oder
  • sprichst eine Videobotschaft ein

Wenn du nun noch Bildideen für deine Karte suchst, dann klick dich hier entlang.

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