Einfach Tiere zeichnen: 5 Bildideen

„Schlau wie ein Fuchs“

„Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.“

„Einen Kater haben“

Tiere sind in unserem Wortschatz allgegenwärtig. Ihre Körper sollten deshalb auch einen Platz auf unseren Aufzeichnungen finden.

Tiere zu zeichnen macht einfach Spaß. Zudem sind sie eine nette Abwechslung in einer Präsentation oder auf einem Handout. Ein Tiericon bringt neben einer neuen Perspektive definitiv auch Humor ins Bild.

Das Problem bei der Darstellung von Tieren ist, dass sie aufgrund ihrer lebendigen und unterschiedlichen Körperformen schwer zu zeichnen sind. Wer sich allerdings viel mit Tieren umgibt und diese regelmäßig skizziert, gewinnt zeichnerische Erfahrung. Mit der Übung lassen sich Tiere relativ einfach und charakteristisch darstellen.

Welche Möglichkeiten Tiere abzubilden gibt es, wenn man die Übung und Erfahrung nicht hat?

Mein Tipp Nummer 1 ist, schau dir die Tiere, die du zeichnen willst an. Erforsche, welche geometrischen Formen sich hinter ihren Körpern verstecken. Und vergleiche sie dafür gern mit anderen Tieren.

Ist der Körperbau eher eckig und gedrungen wie der einer Kuh? Oder ist der Körper eher schlank und fließend wie bei einer Raubkatze?

Für einfache Darstellungen bieten übrigens Kinderbücher und -zeichnungen immer Stoff für neue Ideen. Zum Beispiel die „Zeichnen leicht gemacht“ Bücher von Norbert Pautner.

Fünf Tiere Schritt für Schritt

Für fünf Tiere habe ich für den Beitrag geschaut, wie sie sich relativ einfach visualisieren lassen. On Top erhältst du noch je eine Redewendung zum Tier. Der Fisch sticht dabei durch seine besonders gut zu vereinfachende Form hervor.

Die fünf Redewendungen mit Tieren sind:

1. Klug wie eine Eule sein

Kein anderes Tier hat so einen guten Rundumblick wie eine Eule. Sie kann ihren Kopf zwar nicht 360 Grad um die eigene Achse drehen, schafft aber immer noch erstaunliche 270 Grad. In der griechischen Mythologie galt die Eule als Göttin der Weisheit, worauf sich das Sprichwort vermutlich bezieht.

Eine Eule ist erkennbar durch ihren großen Kopf, einen stark gekrümmten Schnabel und ihre eindringlichen Augen. Die Federn und Krallen sind oft sehr abstrakt abgebildet, sie halbwegs realistisch zu vereinfachen ist jedoch aufgrund der proportionalen Verteilung nicht so leicht.

Fünf Tiere

2. Das geht auf keine Kuhhaut.

Die Kuh ist ein schönes Tier, das von vielen Künstlern in seinen verschiedenen Rassen und Erscheinungsformen malerisch zahlreich dargestellt wird. Kühe erscheinen auf diesen Gemälden immer gut getroffen.

Ist eine Kuh für das Visualisieren ebenfalls „fotogen“?

Eine Kuh zeichnet sich durch einen kantigeren Körperbau aus, als beispielsweise ein Pferd. Wie lässt sich das nun abbilden? Ich habe mich entschieden, den Kuhkörper ähnlich den des Rentiers darzustellen. Ihre wesentlichen Unterscheidungsmerkmale sitzen also am Kopf.

Fünf Tiere

3. Das ist für die Katz.

Die Katze – welch elegantes, bewegliches und schönes Haustier. Ihre Formen sind wunderbar anzuschauen, nur sehr schwer grafisch umsetzbar. Leicht ist es, einzelne Merkmale aufzugreifen wie die Ohren, die Tasthaare und vielleicht auch die Tatzen.

In dieser Visualisierung ist der Körperbau mit einem Viereck vereinfacht dargestellt. Die charakteristischen Körpermerkmale sitzen also wie bei der Kuh am Kopf.

Fünf Tiere

4. Wie ein Elefant im Porzellanladen

Wer würde nicht gern in einem Porzellangeschäft mal auf einen Elefanten treffen!? Der Elefant hat so schön große Ohren, das sie dargestellt werden sollten. Sein Rüssel ist genauso wichtig. Auch sein restlicher Körperbau ist sehr charakteristisch und relativ einfach aufs Papier zu bringen.

Wer eine andere Variante sehen will, der schaut sich den Elefanten von der Sendung mit der Maus genauer an.

Fünf Tiere

5. Einen dicken Fisch an Land ziehen

Ein dicker Fisch kann ein großgewachsener Lachs oder ein wirklich imposanter Hecht sein. Die Angler unter uns kennen vermutlich noch viele andere Fische, die für einen guten Fang relevant sind.

Für das Tiericon genügt „irgendein“ Fisch. Dieser Stereotyp des Fischs ist sehr einfach zu zeichnen. Natürlich kannst du den Fisch sehr viel detailgetreuer darstellen, als es die einfache ovale Form mit dem angeschlossenen Dreieck vermag.

Fünf Tiere

Vier der Tierzeichnungen findest du im Video:

Tiere im Alltag

Es lohnt sich, sich für das eigene Bildvokabular Icons von Tieren zu studieren und zeichnerisch auszuprobieren. Tiere begleiten uns im Alltag öfter, als wir denken. Oft berühren sie uns emotional, weshalb sie in dem ein oder anderen Bild visuell eine Rolle spielen sollten.

Du willst noch mehr Tierideen?

Dann schau doch mal hier:

  • Eine kostenlose Anleitung für Schritt-für-Schritt-Tiergesichter findest du bei Timo Strauß.
  • Die Sketchnoterin Nadine Rossa hat einen Kurs erstellt, mit dem du Tiere auf dem Bauernhof zeichnest. Der Kurs kostet 55 Euro.
  • Visualisierungsprofi Katharina Blum lädt dich zu ihrer zeichnerischen Entdeckung einzelner Tiere ein, die sie nach und nach auf ihrem Blog dokumentiert.

Frohes Zeichnen. :)

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